Nominierte für den Deutschen Preis für Kulturelle Bildung bekanntgegeben

Die neun Nominierten für den 2020 von Bund und Ländern erstmals gemeinsam ausgelobten Deutschen Preis für Kulturelle Bildung „Kulturlichter“ stehen fest. Aus ihnen werden im nächsten Schritt drei Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt und am 11. März um 19 Uhr im Rahmen einer digitalen Preisverleihung bekanntgegeben, die per Livestream auf www.kulturlichter-preis.de übertragen wird. Die Jury hat über die 129 eingegangenen Bewerbungen beraten und neun Projekte in drei Kategorien nominiert.

Der Kulturlichter-Preis wird in drei Kategorien vergeben: den Preis des Bundes verleiht Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Er zeichnet ein Projekt aus, das bundesweit zur Anwendung gebracht werden kann. Den Preis der Länder verleiht der bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler. Er würdigt ein Projekt, das regional oder interregional übertragen werden kann. Beide Auszeichnungen sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert. Über den Preis in der Kategorie „Preis des Publikums“ entscheidet ein öffentliches Online-Voting, das am 4. März startet.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärt: „Die Teilhabe an der Kultur ist eine grundlegende Voraussetzung, um unser gesellschaftliches Leben insgesamt mitzugestalten. Deshalb ist es eines unserer wichtigsten Ziele, kulturelle Teilhabe und Bildung für jeden Menschen in Deutschland zu ermöglichen – unabhängig von der sozialen Lage, der ethnischen Herkunft oder vom Alter. Wichtig hierfür sind neue, interaktive Vermittlungsangebote unserer Kultureinrichtungen. Besonders gute Ideen und Initiativen wollen wir mit dem neuen Kulturlichter-Preis würdigen und damit auch einen Anreiz für die gesamte Kulturlandschaft schaffen, kulturelle Bildung mithilfe digitaler Formate noch attraktiver zu gestalten. Wie das gelingen kann, zeigen bereits die nominierten Projekte eindrucksvoll.“

Nominiert für den Preis des Bundes sind die „Lernplattform für Jewish Places“ vom Jüdischen Museum Berlin, „Bauhaus-machen.de – Die digitale Bildungsplattform“ von der Kooperation Berlin Dessau Weimar gGmbH und das Projekt „Update – Spielerisch GameTheater machen“ vom tjg. theater junge generation in Dresden.

Nominiert in der Kategorie „Preis der Länder“ sind „Werkstatt Quillo“ vom Quillo e.V. aus dem brandenburgischen Falkenhagen, das „Fabmobil – eine fahrende Kunst- und Digitalwerkstatt für den ländlichen Raum“ des Vereins Constitute aus Dresden, „lost/found/art. Von der historischen Spur zum Erinnerungskunstwerk. Partizipatives Kunstprojekt und Sonderausstellung in der Gedenkstätte Sachsenhausen“ von Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten.

Für den Preis des Publikums stehen auf der Shortlist das Projekt „Digitale Übertitelung und Übersetzung im Theater und im Live Stream“ von dem freien Theater „boat people projekt“ in Göttingen, „Wandertag im Weltraum“ vom ASA-FF in Chemnitz und „Resolution UNO“ der Niedersächsischen Staatstheater Hannover.

Info: www.kulturlichter-preis.de