NOUS im neuen Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek

Museumstablets von NOUS führen die Besucher durch das neu eröffnete Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek. Das österreichische Unternehmen hat für die Multimediaguides Anwendungen zur aktiven Teilnahme entwickelt, so schreiben Besucher etwa an einem Fortsetzungsroman, gestalten Wordraps oder hinterlassen Graffitis auf einer virtuellen Wand.

NOUS im neuen Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek

NOUS hatte 2014 gemeinsam mit Planet architects, BWM Architekten und Perndl+Co die Ausschreibung für die Umgestaltung des Museums gewonnen und zeichnet für Konzept und Entwicklung des Multimediaguides verantwortlich. Inhaltlich ergänzt der Multimediaguide die im Museum vorhandenen Informationen durch Texte und Kommentare, Originaldokumente, Fotos, historische Hörbeispiele, literarische Hörtexte, Autorenstatements, Expertenerklärungen und Musikbeispiele. Der Guide leitet die Besucher einerseits in einem geführten 90-minütigen Rundgang durch das Museum, andererseits können Besucher, die ihre Wege selbst bestimmen möchten, die Inhalte an bestimmten Punkten des Museums abrufen.

NOUS im neuen Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek

NOUS entwickelte außerdem zwei interaktive Anwendungen, die zur aktiven Auseinandersetzung mit den Inhalten anregen: Besucher können selbst zur „Sprühdose“ greifen und wie der erste Graffiti-Tagger Joseph Kyselak ihr eigenes digitales Graffito im Literaturmuseum hinterlassen. Der Schriftzug kann im Archiv gespeichert und per Email versandt werden. Eine weitere Anwendung ist die virtuelle Schreibwerkstatt, in der Besucher gemeinsam mit anderen die ersten Sätze berühmter Romane weiterschreiben können. Besonders gelungene Graffitis und Schreibwerkstatt-Texte werden auf der Homepage des Literaturmuseums der ÖNB veröffentlicht.

85 Guides stehen kostenlos zur Verfügung. Es werden Tablets mit einem acht Zoll großen HD-Display und NFC-Technologie eingesetzt (Samsung Galaxy Tab Active), die sich für die Darstellung von Texten und multimedialen Inhalten besonders gut eignen und gleichzeitig für die flexible Benutzung im Museum nicht zu groß und zu schwer sind. Die NFC-Technologie ermöglicht, dass Besucher an bestimmten Punkten im Museum aktiv Inhalte abrufen können. Auf diese Weise nehmen sie die Inhalte quasi wie ein Buch aus dem Regal. Die Medien können sofort konsumiert oder für die zeitversetzte Konsumierung im Museum – zum Beispiel in einer der beiden Sitzecken – mittels Bookmarkingfunktion vorgemerkt und gesammelt werden.

 

Info: www.nousguide.com

 

NOUS Guide im Literaturmuseum (Fotos: NOUS/Daniel Hinterramskogler)