Tomás Saraceno: in orbit im K21 Ständehaus

Eine riesige Rauminstallation mit dem Titel „in orbit“ des Künstlers Tomás Saraceno ist in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen entstanden. In mehr als 20 Metern Höhe über der
Piazza von K21 Ständehaus spannte Saraceno eine Konstruktion aus Netzen, in denen sich die Besucher scheinbar schwerelos bewegen können. Die insgesamt 2.500 Quadratmeter
hochmoderner Sicherheitsnetze breiten sich in drei Ebenen unter der Glaskuppel des K21 aus. Sie werden von einer Reihe „Sphären“, luftgefüllten PVC-Kugeln von bis zu 8,50 Metern Durchmesser, auf Abstand gehalten.

 

Tomás Saraceno: in orbit im K21 Ständehaus

 

„Das Werk zu beschreiben bedeutet die Menschen zu beschreiben, die es benutzen – und deren Gefühle“, erklärt Tomás Saraceno zu seiner in den vergangenen drei Jahren mit
Ingenieuren, Architekten und Spinnen-Spezialisten geplanten bisher größten Installation. Saracenos auf drei verschiedenen Schichten begehbare Netzkonstruktion erscheint wie
eine wolkenartige Landschaft. Die Mutigen, die die Installation betreten, nehmen aus luftiger Höhe die Museumsbesucher in der Tiefe wie eine winzige „Modellwelt“ wahr. Von unten, aus
den Zwischengeschossen des Ständehauses und vor dem Hintergrund der Glaskuppel erscheinen die Menschen wie „Schwimmer“ am Himmel.

 

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Der Raum in der Schwebe wird für den Künstler zu einem schwingenden Netz von Beziehungen, Nervenbahnen, Resonanzen und synchroner Kommunikation. „in orbit” ist eine der leichtesten Installationen, die der Künstler realisiert hat: Assoziationen an die Feinheit und gleichzeitige Stabilität von Spinnennetzen und Seifenblasen stellen sich ein, auch wenn die Netzkonstruktion allein 3.000 Kilo und die größte der „Sphären“ 300 Kilo wiegt. Unterstützt wurde „Tomás Saraceno – in orbit“ von Schwarzkopf.

 

Info: www.kunstsammlung.de

 

Saracenos „in orbit“ in der Kunstsammlung (Foto: Studio Saraceno/Kunstsammlung NRW)