Kunsthalle Bremen begrüßt ab April zwei neue Kustodinnen

Neue Kustodin der Sammlung für Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart wird ab dem 1. April Dr. Sabine Maria Schmidt, die langjährige Museumserfahrung, zuletzt am Museum Folkwang in Essen, mitbringt. Für das Kupferstichkabinett kommt ab dem 8. April Dr. Christien Melzer als neue Kustodin an die Kunsthalle. Derzeit ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München tätig.

Dr. Sabine Maria Schmidt ist als neue Kustodin für die Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart ernannt worden. Seit 1997 als institutionelle und freie Kuratorin tätig, weist sie eine umfangreiche Museumserfahrung auf, zuletzt als Kustodin am Lehmbruck Museum in Duisburg und am Museum Folkwang in Essen.

 

Dr. Schmidt hat zahlreiche thematische und monographische Ausstellungen im In- und Ausland kuratiert, darunter in Birmingham, Mexiko-City, Moskau, und Zürich. Zu diesen zählen das experimentelle Projekt „Hacking the City“ (2010, Essen), „Taktiken des Ego“ (2003), „Fusion/Confusion. Zur Kunst der Referenz“ und Einzelausstellungen mit Yves Netzhammer (2003), Korpys/Löffler (2004), Runa Islam (2008), Atelier Van Lieshout (2008/2009) oder die umfangreiche Retrospektive „Aernout Mik. Communitas“ (2011/2012). Als kontinuierlich publizierende Autorin und Herausgeberin verfasst sie Beiträge für Ausstellungskataloge, Monographien, ebenso wie Kritiken für verschiedene Kunstmagazine und Onlineforen. Zudem hatte sie mehrere Lehraufträge im Bereich der Moderne und zeitgenössischen Kunst inne.

Dr. Christien Melzer ist als Kustodin des Kupferstichkabinetts für das 15. bis 18. Jahrhundert ernannt worden. Gegenwärtig arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München und bereitet die Ausstellung der Werke Jan Brueghels d. Ä. (2013) in der Alten Pinakothek mit vor. Während ihres Volontariats bei den Staatlichen Bayerischen Sammlungen assistierte sie an der Staatlichen Graphischen Sammlung und der Alten Pinakothek bei einer Reihe von Ausstellungen, so „Al Taylor – Das druckgraphische Werk“ (2010), „‚Monsieur Daumier, Ihre Serie ist reizvoll!‘: Die Stiftung Kames“ (2012/13) und „R/Evolution auf Papier. Zeichnungen aus fünf Jahrhunderten – Die Sammlung Klüser“ (2012). Zuvor hat sie im Kupferstich-Kabinett Dresden an verschiedenen Ausstellungsprojekten und Sammlungskatalogen mitgearbeitet. Dazu zählen die Ausstellungen „Rembrandt. Die Dresdener Zeichnungen“ (2004) und „Das Geheimnis des Jan van Eyck – Die frühen niederländischen Zeichnungen und Gemälde in Dresden“ (2005). Dr. Melzer promovierte in Dresden und Paris mit einer Arbeit über die frühe Geschichte des Dresdner Kupferstich-Kabinetts. 2010 zeichnete das Zentralinstitut für Kunstgeschichte ihre Dissertation mit dem Wolfgang-Ratjen-Preis für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der graphischen Künste aus. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Theorie der Druckgraphik, französische und franko-flämische Zeichnung des 15. und 16. Jahrhunderts, niederländische Gemälde und Zeichnungen im Zeitalter Brueghels sowie frühneuzeitliche Sammlungsgeschichte. Sie wird ihre Stelle am 8. April 2013 antreten.

 

Info: www.kunsthalle-bremen.de

 

 

Dr. Sabine Maria Schmidt (Foto: Egbert Trogemann) , Dr. Christien Melzer (Foto: Antje Lange)