Karin Sander und Tony Cragg im LehmbruckMuseum

Am vergangenen Donnerstag eröffnete das LehmbruckMuseum im Rahmen der plastikBAR zwei neue Ausstellungen. „Karin Sander: Visitors on Display“ wird vom 22. März bis zum 23. Juni 2013 zu sehen sein, „Tony Cragg“ vom 22. März bis zum 25. August 2013. Mit diesen Ausstellungen präsentiert das LehmbruckMuseum zwei international renommierte Bildhauer mit ganz unterschiedlichen Arbeitsweisen.

 

Die 1957 in Bensberg geborene Künstlerin Karin Sander arbeitet sowohl mit einem 3D-Bodyscanner als auch mit 3D-Druckern bereits seit 1996, ihr Fokus liegt, so unscheinbar wie individuell, auf der Wiedergabe von Personen, den Museumsbesucher/innen. Im LehmbruckMuseum und der K20 Kunstsammlung in Düsseldorf hat sie die Besucher/innen mittels eines 3D-Bodyscanners vermessen und dann Schicht für Schicht als originalgetreue Miniaturfiguren wieder ausgedruckt. In welcher Haltung, mit welcher Gestik, das konnte jeder Besucher selbst entscheiden in dem Bewusstsein, in diesem Moment vom Betrachter zum Kunstwerk zu werden, vom Subjekt zum Objekt. Nun stellt das LehmbruckMuseum die so entstandenen Replikate zum ersten Mal gemeinsam aus: 981 Personen und drei Hunde.

 

Tony Cragg, 1949 in Liverpool geboren, ist Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie und zählt zu den wichtigsten Gegenwarts-Bildhauern weltweit. Mit fünf Güssen und einer installativen Arbeit zeigt das LehmbruckMuseum von März bis August 2013 die erste Einzelpräsentation mit Werken des britischen Bildhauers Tony Cragg seit fünf Jahren. Dabei reicht die Spanne von der politischen „Flag“, die dem Frühwerk Craggs zuzurechnen ist, bis hin zu den aktuellen, amorphen und teilweise tonnenschweren Bronze- und Stahlskulpturen wie „Der Läufer“, „Gegossene Blicke“ oder „Gemischte Gefühle“.

 

Info: www.lehmbruckmuseum.de

 

981 Personen und drei Hunde (Foto: Ann-Katrin Kronmüller / Bild-Kunst Bonn)