Ausstellung „Bach, Luther und die Musik“ im Bachhaus

Für das DB Museum Nürnberg steht das Jahr 2012 im Zeichen zahlreicher Verbesserungen und neuer Attraktionen für die Besucher. Museumsdirektorin Russalka Nikolov stellte die Neuerungen kürzlich in Nürnberg zusammen mit ihren neuen Vertretern Dr. Rainer Mertens, Leiter Sammlungen und Ausstellungen, und Jörg Brewe, Leiter Personal und Finanzen, vor.Eisenach ist die Stadt, in der sich die Spuren Martin Luthers und Johann Sebastian Bachs auf sinnfälligste Weise kreuzen. 1521/1522 versteckte sich Luther auf der Wartburg und übersetzte dort das Neue Testament ins Deutsche. In Eisenach besuchte er zuvor ab 1497 vier Jahre lang die Lateinschule, erhielt Unterricht in Musiktheorie sowie musikalischer Praxis und sang im Gottesdienst der Georgenkirche. Ebenfalls in Eisenach wurde am 21. März 1685 Johann Sebstian Bach geboren und am 23. März in der Georgenkirche getauft. Er besuchte ab 1693 die gleiche Lateinschule wie einst Martin Luther und sang gleichfalls in der Eisenacher Kurrende sowie im Chorus musicus der Georgenkirche. In Eisenach erhielt Bach Unterricht in Luthers Katechismus, aber auch den ersten Musikunterricht. Das Chorgestühl, auf dem der vierzehnjährige Martin Luther wie auch der neunjährige Johann Sebastian Bach gesessen haben könnten, ist noch heute in der Georgenkirche zu besichtigen. Die in Kooperation mit dem Lutherhaus Eisenach veranstaltete Ausstellung macht die vielfältigen Bezüge zwischen Bach und Luther an zahlreichen Hörstationen zum musikalischen Erlebnis. Die Eröffnung der Ausstellung markiert zugleich den Beginn eines von der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Eisenach veranstalteten fünftägigen öffentlichen Symposiums zum Thema „Bach als Lutheraner“.Info: www.bachhaus.de