Installation der Reiss-Engelhorn-Museen bei Darwin-Ausstellung

DieAusstellung „Darwin. Kunst und die Suche nach den Ursprüngen“ inder Schirn Kunsthalle Frankfurt wartet mit einer Installation derReiss-Engelhorn-Museen auf. Der Mannheimer Kooperationspartnererstellte für die Schau eine Zusammenstellung der wissenschaftlichenSammlung des Künstlers und Forschers Gabriel von Max. Eine imposantinszenierte Schädelsammlung mit rund 500 Objekten sowie zahlreicheExponate aus den Bereichen Vor- und Frühgeschichte und Ethnographierekonstruieren die wissenschaftliche Ideenwelt des Gabriel von Max.Die rund 1000 Exponate umfassende Installation ist die bisher größteLeihgabe der Reiss-Engelhorn-Museen an ein Museum. DieFrankfurter Schirn zeigt vom 5. Februar bis 3. Mai 2009 anlässlichdes 200. Geburtstags von Charles Darwin und des 150. Jahrestags derVeröffentlichung seines Schlüsselwerks „On the Origin of Species“(„Über die Entstehung der Arten“) die Ausstellung „Darwin.Kunst und die Suche nach den Ursprüngen“. Sie stellt erstmals dieAuswirkungen des Darwinismus auf die bildende Kunst in denMittelpunkt. Unter den rund 150 Gemälden, Zeichnungen undLithographien sowie seltenem Dokumentationsmaterial von Künstlernwie Arnold Böcklin, Max Ernst, Martin Johnson Heade, Alfred Kubin,František Kupka, Odilon Redon oder George Frederic Watts befindensich auch 11 Werke des Münchner Malers Gabriel von Max. Gabrielvon Max (1840 – 1915) entstammte einer Malerdynastie. Er war derSohn des Bildhauers Joseph Max und selbst ein erfolgreicher Maler.Sein eigentliches Interesse und Engagement galt jedoch derWissenschaft. Max war eifriger Leser der Darwinschen Schriften undunterhielt einen Briefwechsel mit Darwin sowie seinem Schüler ErnstHaeckel. ImRahmen der Kunstausstellung ermöglicht die Installation denBesuchern einen sinnlichen Zugang zur wissenschaftlichen Ideenweltdes 19. Jahrhunderts. Grundlage der Präsentation derdreidimensionalen Exponate sind Originalfotografien des Max’schenPrivatmuseums in seinem Münchner Atelier. Die Installation solleinen reizvollen Kontrast zur Zweidimensionalität der Gemäldedarstellen. In drei rekonstruierten Vitrinen der Max’schen Sammlungreiht sich ein Ausschnitt der über 60.000 Sammlungsobjekte, die vonMax bereits von Jugend an bis zu seinem Tod zusammengetragen hatte. Info:www.rem-mannheim.de