Iondesign gestaltet Acrylvitrine für Kunstausstellung

Iondesign hat die 15-jährigen Erfahrungen aus den Bereichen Produkt- und Verpackungsdesigns für den Entwurf einer Wandvitrine aus Acrylglas für eine Videoinstallation des Medienkünstlers Michael Najjar genutzt. Entworfen und produziert haben die Berliner Designer ein transparentes Gehäuse, bei dem die Hardware wie Flachbildschirm, Rechner und Lautsprecher selbst zu gestaltenden Elementen der Installation wurden.Sie sind durch Röhren aus Metallgeflecht miteinander verbunden. Das Gehäuse besteht aus tiefgezogenem Acrylglas, dessen Seitenränder aus schwarzem, gelochtem Blech geformt wurden. Flachbildschirm, Rechner und Lautsprecher im Inneren sind von eigenen Gehäusen eingehüllt, die mit Kunststoff überzogen wurden. Ihre Oberfläche wird durch matten, dunklen Strukturlack bestimmt.Produziert wurde die Videobox unter seriellen Gesichtspunkten mit viel Freiraum für eigene Designlösungen. Eine Auflage von fünf Stück ist vorgesehen. Die Werkzeugvorrichtung zum Tiefziehen des Acrylgehäuses wurde – auf dem neuesten Stand der Technik – anhand digitaler Daten von Iondesign hergestellt. Unterstützt wurden die Gestalter durch die Firma Modellbau Milde aus Berlin, die sich mit großformatigen Modellen für Kunst-, Ausstellungs-, Präsentationsprojekte einen Namen gemacht und den Bau der Vitrine umgesetzt hat.Das Besondere an der Wandvitrine ist einerseits die klassische Funktion einer Verpackung beziehungsweise einer Ausstellungsvitrine, die den Inhalt vor äußeren Einflüssen schützt, konserviert und präsentiert. Gleichzeitig bildet das sichtbare Innere der Installation einen eigenen Kosmos und reiht sich in diesem Fall in die Thematik des künstlerischen Ansatzes von Michael Najjars ein, der die Verquickung von natürlichen und virtuellen Lebenswelten thematisiert. Aktuell ist die von Iondesign „verpackte“ Videoinstallation in der ersten Werkschau Michael Najjars im Fotomuseum und dem GEM Museum für Zeitgenössische Kunst in Den Haag zu sehen.Iondesign wurde 1993 von Anja Götz und Christoph Fleckenstein als Studio für 3-dimensionale Gestaltung in Berlin gegründet. Heute arbeiten sieben Designer und Architekten für Kunden in Deutschland, Europa und den USA. Das Arbeitsspektrum erstreckt sich disziplinübergreifend und ganzheitlich von der Verpackungsgestaltung über Product-, Public-, Exhibition- und Interior-Design bis hin zur Architektur. Die Lösungen der Designer zielen auf langlebigen Nutzen und ständige Verbesserung nach ergonomischen, technischen, ökonomischen, kulturellen und ästhetischen Funktionen. Gegenstände und Gebäude sind für die Gestalter gleichermaßen Gebrauchsobjekte, deren Zweck und Wesen die Designer erkenn- und nutzbar machen.  Info: www.iondesign.de